news

ARE WE NOT PLUNGING CONTINUALLY?
01.10.-03.10.2021 OPENING 01.10. 18h

`Merica – Walther Le Kon // Ausstellung 26.06.2021 -04.07.2021

Le Kon besucht auf einer privaten Reise Freunde in Amerika. Die Herzlichkeit die Ihm entgegen gebracht wird, bricht sich an den Alltagsmarotten und der äußeren Erscheinung des „American Way of Life“.

In seiner bebilderten Reisegeschichte beobachtet er geprägte, banale Verfangenheiten und Konflikte seiner Protagonisten im System. Die eigene Ambivalenz zwischen Idealismus und kultureller Komplizenschaft wird dabei offenbar. Sein Blick verfängt sich in auratischen Clichés und authentischer Nähe.

Eine Chimäre aus Fotoessay und humoresk gradwandernden Schilderungen, verpackt in ein Magazin.

Leben als Problem – Theo Huber

Ausstellung 04.06.2021 – 13.06.2021

Öffnungszeiten 05.+06.06. + 12.+13.06. jeweils 16-19h und nach Vereinbarung

Rahmenprogramm:

04.06. 19h Workshop mit Martin Karcher [vor Ort und Online unter https://bit.ly/3tXuggT%5D
05.06. 20h how to live – Audiocollage und Lesung von Theo Huber [vor Ort und via Youtube]
13.06. 20h – Tornado Nights [Konzert auf Youtube]

Gegenwärtige Überreste [PRESENT LEFTOVERS] – Caspar Sänger

15. – 29.5. 2021 (geöffnet bei einer Inzidenz unter 100 mit Maske und Negativ Test)

Mit GEGENWÄRTIGE ÜBERRESTE schafft der Künstler Caspar Sänger (1988) im Kunstraum NYG West Leipzig eine Ausstellungssituation, die als medienübergreifende Installation den Zwischenraum von Flüchtigkeit und Fortbestand erkundet. Dafür hat Sänger die fotografische Ambivalenz von gleichzeitiger Darstellung von Bewegung im Stillstand auf seinen Arbeitsprozess übertragen: durch wiederholendes Fotografieren einer Bildidee an verschiedenen Orten und aus unterschiedlichen Blickwinkeln entwickelt er diesen Gedanke weiter, bis er am Ende das eigentliche Foto heraus gefiltert hat. Dadurch entsteht eine Form der nuancierten Irritation, weil sich das Abgebildete durch die prozessbedingte Verschiebung in die Schwebe zwischen Schnappschuss und Inszenierung verlagert hat.

Am 15.05.21 um 19 Uhr findet im Rahmen der Ausstellung die online Veröffentlichung des gleichnamigen Ebooks „Gegenwärtige Überreste“ statt. Dabei handelt es sich um ein interaktives Fotobuch, dass Caspar Sänger gemeinsam mit Marius Schwarz über die letzten zwei Jahre entwickelt hat.

The hot-water-bottle of my grand parents looks like candy / What a vacuum-cleaner bag and a digital camera have in common / Once a prisoner escaped with a gun made from chewed bread and burnt newspaper / At modern day crime scenes there is not much for the eye to see / Traces of a person who just watched a movie in bed / The End
[GEGENWÄRTIGE ÜBERRESTE is an interactive foto-film. In image, sound and voiceover it introduces Caspar Sänger’s layerd imagery and reflects on the passing of time; the nature of photography, comic and film; and the hidden potentials of everyday objects.
Written by Caspar Sänger with Marius Schwarz. Directed by Marius Schwarz. Sounds with Lukas Varady-Szabo and a title track by Délage. All photography and sculptures by Caspar Sänger.]


Exhibition 15th May – 29th May 2021 (incidence under 100, bring your negative test and mask)

Ebook RELEASE: 15th May 2021, 19h

REALITY ZINE
OPENING 2th October 2020 18 h

On October 2nd-4th, 2020 Kinnat Sóley and Sophie C. Polheim will present the first issue of Reality Zine @nyg|west during LindeNOW Festival 2020. The exhibition will be open until December. Reality Zine deals with Leipzig’s underground music scene and will feature a tape. 

Ausstellung Excl. – Julius C Schreiner aufgrund der Covid19 Pandemie auf Juli verschoben

Die Ausstellung Excl. des Leipziger Künstlers Julius C Schreiner wurde aufgrund der Covid 19 Pandemie von Mai auf Juli verschoben. Die Ausstellung wird vom 17. Juli-31.Juli 2020 stattfinden und findet unter besonderen Hygieneauflagen statt.
Die Werkgruppe „Excl.“ visualisiert gestalterische Eingriffe im urbanen, vermeintlich öffentlichen Raum. Sie zeigen sich in Form von produkt- gestalterischen oder architektonischen Interventionen, die subversiv disziplinieren, kontrollieren oder ausgrenzen sollen. Der Entwicklung zu Grunde liegen sich verschärfende gesellschaftliche und ökonomische Verteilungsfragen, die Julius Schreiner durch die fotografische Interpretation einer Industrie in den Fokus rückt. 
Der globale Trend zur Urbanisierung geht ungebremst weiter. Im Jahr 2008 lebten weltweit erstmals mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Parallel dazu hat sich eine neue Architektur der Disziplinierung und der sozialen Exklusion entwickelt, die wesentlich von privaten Akteuren gestaltet wird und sich damit der demokratischen Einflussnahme entzieht. Der renommierte Architekt Patrik Schumacher stellte auf dem World Architecture Festival 2006 in Berlin erstmals sein Acht-Punkte-Manifest vor. In diesem fordert er die Abschaffung aller staatlichen Regularien im Hinblick auf subventionierten Wohnungsbau, Flächennutzung und Mietregulierung. Er schließt sein Manifest mit der Forderung: „Privatisierung aller Straßen, Plätze, öffentlichen Räume und Parks, wenn möglich ganzer Stadtteile“. In der Ausstellung „Excl.“ werden solche architektonischen Orte dieses „schönen neuen Wohnens und Arbeitens“ in der „verwalteten Welt“ fotografisch interpretiert. Die Arbeiten entstanden in den Stadtzentren von London, Paris, New York, Berlin, Hamburg und Leipzig und stellen diese in ihrer Uniformität dar. Wir sehen anonyme, abgeschottete Wohn-und Arbeitsstätten, die eine moderne, sterile und sichere Umgebung darstellen sollen. Um dieses Versprechen einzulösen, wird eine permanente Überwachung etabliert und alles Störende, so weit wie möglich ferngehalten. Kein Laternenpfahl, keine Pflanze wird um ihrer selbst willen entworfen, die Architektur und der dazugehörige urbane Raum werden vorwiegend nach Sicherheits- und Ausgrenzungsaspekten gestaltet. Im „Wettbewerb der Städte“ sollen saubere, vermeintlich sichere Konsumumgebungen geschaffen werden, die sich nur in ihren Ausführungen und aufgrund lokaler Gegebenheiten, sprich in ihrer „Erscheinung“ nicht aber in ihrem „Wesen“ unterscheiden. Insgesamt lässt sich beobachten, dass marginalisierte und sozial ausgegrenzte Gruppen, welche über geringes wirtschaftliches sowie kulturelles Kapital verfügen, von den Maßnahmen der Ausgrenzung am stärksten betroffen sind. Während die – von Kritikern als „unpleasant design“ oder „hostile architecture“ bezeichneten – Entwicklungen des öffentlichen Raums langfristig alle Bürger benachteiligen werden.